Landesausstellung 1939 (Landi)

Wie kommt es, dass unsere 'Heim-Wiese' Landiwiese heisst? 1939 von Mai bis Oktober fand u.a. auch dort die Landesausstellung statt. In den Ausbruch des zweiten Weltkrieges am 1.September 1939 mit der Generalmobilmachung der Armee fallend, stand die Landi ganz im Zeichen der Geistigen Landesverteidigung. Zu den Hauptanziehungspunkten der Ausstellung gehörten:

  • das Landidörfli, in dem Häuser in den traditionellen Baustilen verschiedener Kantone gruppiert waren
  • der Schifflibach, auf dem die Leute in kleinen Booten durchs Ausstellungsgelände trieben
  • die Gondeln, welche auf 75m Höhe quer über den See schwebten

    Über 10 Millionen Eintrittskarten wurden verkauft und die Landesschau galt als ein grosser Erfolg. Wie an der Landesausstellung von 1914, fiel sie in eine unruhige Zeit. Dies zeigte wiederum die Präsenz des Pavillons der Schweizer Armee. Die von Hans Brandenberger gestaltete Plastik "Wehrbereitschaft" traf den Zeitgeist. Getrübt wurde die Ausstellung durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Bei ausgerufener Generalmobilmachung dachten einige schon an das frühzeitige Ende der Landi. Dem war aber nicht so. Die Ausstellung sollte den Zusammenhalt der Eidgenossen und die „geistige Landesverteidigung“ fördern. Allerdings wurde ihr Bild nun von den Uniformen der Schweizer Soldaten („Tenue Grün“) geprägt. Im Kontrast zu den eher rückwärtsgewandten, „Heimatverbundenheit“ repräsentierenden Ausstellungsteilen wie dem Dörfli stand die Vorstellung moderner Schweizer Architektur und Technik, z.B. mit einem Pavillon der Aluminiumindustrie, und Designelementen wie dem "Landi-Stuhl" des Gestalters Hans Coray, der grosse Verbreitung fand und 2004 durch eine Briefmarke der Schweizerischen Post gewürdigt wurde. Der sachliche, leicht wirkende Baustil vieler Pavillons ging unter der Bezeichnung "Landistil" in die Schweizer Architekturgeschichte ein.

    Die Frauenorganisationen organisierten einen "Pavillon der Schweizerfrauen", in dem sie den Nutzen der Frauen für die Volkswirtschaft und die geistige Landesverteidigung darstellten und auf die politische Ungleichbehandlung der Frauen aufmerksam machten.

    Quelle: modifiziert aus Wikipedia

    Die Skulptur „Frau mit ausgestreckten Armen“ ist ein Werk des Zürcher Bildhauers Hermann Haller (Schöpfer des Waldmanndenkmals)


    Alternative zur Seeüberquerung per Segelschiff...